Museum Neue
Synagoge
Kaliningrad

Öffnungszeiten:

Sonntag – Donnerstag
10 -18 Uhr
Freitag
10 – 14 Uhr
Samstag geschlossen

Eintritt:

300,— ₽ (Rubel)

Adresse:

236006 Kaliningradm ul.
Oktyabrskaya 1a

Besucherabteilung:

visitor@jmkaliningrad.org
+7 909 791 8178
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Über das Museum

Geschichte und Kultur des jüdischen Königsbergs stehen im Mittelpunkt der ersten Dauerausstellung im Museum in der Synagoge Kaliningrad. Hier wird europäische jüdische Geschichte durch das Prisma der Region dargestellt. Im ersten Abschnitt „Kommen“ schildern sieben Biografien vielfältige Formen jüdischer Zuwanderung litauischer, polnischer und russischer Juden nach Königsberg. Das Kapitel „Bleiben“ zeigt Königsberg aus jüdischem Blick mit den spezifischen Prägungen der Hafen- und Universitätsstadt sowie deren europäische Vernetzung.

Im Mittelpunkt des Abschnitts „Vertreibung“ stehen Erinnerungen von Schülerinnen und Schülern, die zwischen 1936–1942 die jüdische Schule in der Synagoge Königsberg besuchten und hier trotz der widrigen Umstände dank ihrer engagierten Lehrerinnen und Lehrer auf eine stolze jüdische Zukunft vorbereitet wurden. Das Lichtrad, mit dessen Hilfe der Besucher die Erzählungen der Personen und der Sprachen (Russisch, Englisch, Deutsch. Hebräisch) auswählen können, symbolisiert den Erdball, über den hinweg die jüdischen Familien Königsbergs verstreut wurden.

Die drei kantigen Inseln im Raum, die den Abschnitt der „Vernichtung“ beinhalten, stören die Atmosphäre des Raumes gewollt. Sie verdeutlichen mit den durch Graphic Novels transportierten Inhalten den Zivilisationsbruch, der hier durch Deportation, Zwangsarbeit und Holocaust geschah. Der Fokus liegt dabei auf Verbrechen, die in der Region stattfanden. Ein Weißmodell schildert die erste Deportation, bei der Betrachtung einer weiteren Insel erfahren die Besucher, das sich auf dem Terrain der zerstörten Synagoge Baracken für jüdische Zwangsarbeiter befanden. Auf der dritten Insel wird die Geschichte des Todesmarsches nach Palmnicken dargestellt. Zum ersten Mal werden in der Kaliningrader Museumslandschaft Lücken geschlossen, die sich auf die Geschichte der Juden in der Stadt und Region und auf eine europäische Verankerung von Königsberg/Kaliningrad beziehen. Weitere Teile der Ausstellung über die Nachkriegszeit und die Geschichte der Kaliningrader Juden sind geplant.